Das Haus soll eine schöne Aussicht haben. Hat es aber nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Außerdem liegt es direkt neben einer Schreinerei, auf deren Hof ein ziemliches Durcheinander herrscht. Dort möchten wir nun wirklich nicht wohnen.
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Haus 10 – modernes Holzhaus
An dem Haus befindet sich viel gelblackiertes Metall am Balkon und an den Jalousienkästen, was uns nicht besonders gut gefällt. Das könnte man sicherlich streichen. Aber auch dieses Haus steht eingeengt zwischen anderen Häusern. Warum bauen die Leute nur immer so dicht aneinander?
Haus 9 – graues Holzhaus
Das Holz am Haus sah auf dem Foto blau aus. Aber das ist egal. Mit einem Topf Farbe lässt sich das schnell ändern, wenn es sein muss.
Muss nicht sein, denn die Lage des Hauses gefällt uns – mal wieder – nicht. Wir wollen nicht, dass die zukünftigen Nachbarn uns auf den Teller gucken.
Haus 8 – mit Aussicht
Das Haus liegt direkt an Feldern, getrennt von einem geteerten Feldweg, mit Blick zur Schwäbischen Alb und zum Schwarzwald. Das gefällt uns natürlich. Endlich mal ein Haus am Rande der Natur. Der Garten ist auch hübsch. Einen Zaun für den Hund müssten wir aufstellen, aber das ist das kleinste Problem.
Die Bilder zeigen ein Inneres, dass nicht unser Geschmack ist. Aber man kann ja alles ändern, wenn die Räumlichkeiten stimmen und wir beschließen, einen Termin für eine Besichtigung zu machen.
Wer ans Ziel kommen will
Die Pause habe ich nicht lange ausgehalten. Wer ans Ziel kommen will, muss auch etwas dafür tun. So suche ich weiter und weiter und weiter. Ich finde einige Grundstücke und Häuser, die uns gefallen könnten.
Dumm ist nur, dass es einige Makler scheinbar nicht nötig haben, auf Anfragen zu antworten.
Grundstück 3
Dieses von privat angebotene Grundstück hat eine schöne angenehme Größe und es befinden sich einige Obstbäume darauf. Das gefällt mir sehr gut. Ich weiß schon wo ich meine Hängematte aufhängen würde. Wunderbar ist auch die Aussicht auf 16.000er DSL.
Die angepriesene unverbaubare Aussicht finden wir allerdings nicht. Wir schauen auf eine Reihe Bäume, die auf öffentlichem Grund stehen. Von Aussicht kann man in diesem Fall wirklich nicht reden.
Die Entscheidung ist gefallen
Nach dem Abwägen der Vor- und Nachteile haben wir uns für ein Fertighaus entschieden. Letztendlich kommt uns das fast preiswerter als ein bestehendes Haus. Vor allen Dingen können wir wärmegedämmt und mit alternativer Heizmöglichkeit bauen.
Was uns jetzt noch fehlt ist ein geeignetes Grundstück.
Im Musterhauszentrum
Sechs Häuser haben wir vorab auf der Musterhaus-Seite ausgewählt, die wir uns ansehen wollen. Die meisten Häuser sind mir zu modern. Ich aber bin ein Landei und bevorzuge Häuser im ländlichen Stil. Manches moderne Haus gefällt mir trotzdem und ich könnte mich damit anfreunden. Aber ich liebe Holz und wenn da einfach so ein Haus rumsteht mit Holzbalkon, Holzfenstern mit Sprossen, Holz unterm Dach und am Eingang, dann zieht mich das magisch an.
So geschieht das auch mit Haus „Stuttgart“, das, aus welchem Grund auch immer, gar nicht auf meiner Liste steht.
Wir marschieren zielstrebig dort hinein. Schon im Eingangsbereich fühle ich mich wohl. Die Treppe in die erste Etage befindet sich nicht wie meist direkt im Eingangsbereich, nein, sie steht im hinteren großzügigen Flur. Das gefällt mir gut. Und die Räume und die Aufteilung sagen mir auch zu. Genau so könnte ich mir mein Traumhaus vorstellen. Wann können wir einziehen?
Kaufen oder bauen?
Diese Frage stellt sich uns, nachdem wir einige Häuser zumindest von außen angesehen haben. Entweder sahen die Häuser und deren Gärten recht ansprechend aus, dann war die Lage nicht schön, oder die Lage gefiel uns und die Häuser waren unschön. Manchmal passte der Preis auch einfach nicht zum Haus.
So entschließen wir uns zu einem Besuch im Musterhauszentrum. Das wollte ich immer schon machen und jetzt bietet sich diese Gelegenheit an. Einfach so, nur mal gucken.
Haus 6 und 7
Beide Häuser stehen eingepfercht zwischen den anderen und erscheinen eher langweilig. Das eine sieht etwas heruntergekommen aus und an das andere kann ich mich jetzt schon nicht mehr erinnern.
Ich bin froh, dass wir vor einem Besichtigungstermin die Häuser von außen und von der Lage her ansehen konnten. Schließlich muss uns auch die Umgebung gefallen, in der wir die nächsten Jahre leben werden.
Frustriert fahren wir nach Hause. Ich denke leise vor mich hin: Im Bayerischen Wald hätte ich mich vor lauter schönen Häusern nicht entscheiden können. Dort wird auch nicht so eng gebaut. Und preiswerter ist es allemal.
Aber Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden und schauen wir doch erst einmal, was sich uns noch anbietet – so mache ich mir Mut.