Das Grundstück links von uns ist noch frei und das zur rechten Seite ist verkauft und soll auch im Frühjahr 2012 bebaut werden. Da beide Bauherren zum Zeitpunkt der Nachbarschaftsbefragung noch nicht Eigentümer ihrer Grundstücke waren, haben sie auch kein Einspruchsrecht. Aber sie bekommen jeweils die Ansichten der Häuser zur Kenntnisnahme.
So wissen wir wie unser Nachbar heißt, wo er wohnt und wie er bauen wird. Wenn wir unser Haus nicht gespiegelt hätten, würde unser Erker genau vor dem Eingang und dem Carport der Nachbarn stehen. Die bauen ihren Carport nicht im dafür vorgesehenen Stellplatzfenster sondern direkt ans Haus. Die Baufenster für die Häuser liegen mittig im Grundstück.
Wir haben noch schnell ein Schlafzimmer umgeplant und somit stört uns der Carport nicht mehr.
Stefan wollte sich eh mit den Leuten in Verbindung setzen zwecks Abstimmung der Zeitpläne für den Hausbau. Nicht dass wir uns in die Quere kommen. Wir bauen in einer Sackgasse und hätten als die am Ende liegenden ein Problem, wenn wir zufällig zusammen aufbauen würden.
Gestern bekamen wir überraschend Post von den neuen Nachbarn. Da sie auch nur die Anschrift hatten, war es ein handgeschriebener Brief – sowas habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Sie schrieben über sich, gaben uns ihre Telefonnummer, ihre E-Mail-Adressen und die groben Daten ihrer Planung. Und sie hatten ein Bild von sich und ihrer kleinen Tochter beigelegt. Das finde ich sehr nett. Sie sind etliche Jahre jünger als wir und schauen sehr sympathisch aus. Das macht gleich ein anderes Gefühl wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat.
Das wichtigste: Im Moment kommen wir uns zeitlich nicht in die Quere, weil sie einen Monat vor uns anfangen (wollen). Ob das dann wirklich terminlich so hinhaut, wird sich zeigen.