Das Wochenende stand wieder ganz im Zeichen der Planung. Die Werkpläne waren gekommen und wollten von uns bearbeitet werden. Stunden haben wir darüber gebrütet, geprüft und Änderungen vorgenommen. Unglaublich, wie sehr die Werkpläne von den Architektenplänen abweichen. Plötzlich waren z.B. Fenster unterschiedlich groß. Ich hoffe, wir haben alles, soweit es uns möglich ist, geprüft und alle Fehler gefunden. Jetzt gehen die Pläne in die Fertigung und es gibt kein Zurück mehr.

Archiv für den Monat Februar 2012
Es bewegt sich was
Die Erdarbeiten wurden Anfang des Monats ausgeschrieben und aufgrund der Angebote haben wir uns für einen Tiefbauer entschieden. Die Erdarbeiten werden allerdings teurer als erwartet. Aber was sein muss, muss eben sein.
Da wir nun endlich nähere Angaben zum Zeitplan des Hausbaus haben, hat Stefan die Versorgungsanschlüsse beantragt.
Langsam kommt Bewegung in unser Projekt Hausbau. Wird aber auch langsam Zeit.
Unsere Hausnummer
Post von der Stadt: Sie haben uns unsere Hausnummer geschickt.
Wir haben uns schon ausgerechnet, welche Nummer es sein wird. Das ist ja nicht so schwierig. Nun hat uns die Stadt offiziell unsere Hausnummer mitgeteilt – und einen Rattenschwanz an Vorschriften, wo sie hängen muss. Aber wir wissen eh jetzt schon, wo sie hängen wird. Das ist sogar nach Vorschrift.

Zeitplan
Per Schneckenpost erreicht uns nun endlich der Zeitplan für unser Hausprojekt.
Ich bin entsetzt. Der hat mit dem Zeitplan, über den wir bei Vertragsabschluss im Juli 2011 verhandelt haben (als ich naiv glaubte, Baubeginn könnte noch in 2011 sein), nichts gemeinsam.
Die Hausübergabe wird nicht im Juli sein, auch nicht im August, sondern soll im September stattfinden. Wenn dann noch, wie oft bei anderen Häuslebauern gelesen, Verzögerungen von Wochen oder gar Monaten eintreten, dann sitze ich wahrscheinlich Weihnachten noch im Bayerischen Wald.
Über die bis dahin entstandenen Dreifachbelastungen durch unsere Mieten und das Darlehen und zusätzlich die wöchentlichen Pendelfahrten möchte ich lieber nicht nachdenken. Ich habe schon schlechte Laune.
Einvernehmliche Lösung
Nach mehreren Telefonaten mit dem Verkäufer und dem Prokuristen von Fingerhut ist eine Einigung in Sicht.
Trotzdem mir der Satz „Gutschriften auf Mehrwertausstattung sind nicht üblich“ übel aufstößt, weil uns das nicht nur einmal bei der Bemusterung erklärt wurde, werden wir uns einig.
Sehr merkwürdig finde ich allerdings: Obwohl Stefan einen Tag vorher noch mit dem Verkäufer als Vermittler zum Werk telefoniert hatte, erfahren wir so nebenbei vom Prokuristen, dass der Verkäufer nicht mehr für den Häuslebauer tätig ist. Seltsam.
Kostenaufstellung nach Bemusterung
Die Kostenaufstellung nach Bemusterung ist nach vier Wochen endlich eingetroffen. Nachdem wir vor der Bemusterung einige Änderungen und dazu Kostenangebote erhalten hatten, sind wir nun überrascht, dass in der aktuellen Kostenaufstellung einiges vermischt wurde und Gutschriften fehlen.
Wir hatten die Mehrwertbaubeschreibung gebucht für höherwertige Ausstattung, die wir aber nicht immer ausgesucht haben. Dafür würden wir eine Gutschrift bekommen, erklärte uns der Ausstattungsberater.
Ich finde es auch nicht in Ordnung, dass unsere Badewanne, die wir extern ausgesucht haben, weil uns keine der fünf vorhandenen gefallen hatte, als Aufpreis berechnet wird. Ich weiß ja nicht, welche popelige Badewanne im Preis inbegriffen wäre, aber die wird auch mehr als Null Euro kosten. Ich sehe ein, dass die Firma einen Mehraufwand hat, diese Badewanne zu bestellen und auch daran verdienen möchte. Aber einen Aufpreis in Höhe des Preises, die die Badewanne im Badstudio kostet, finde ich nicht gerechtfertigt.
So sitzen wir am Wochenende und studieren das Kostenangebot, streichen hier, ändern dort, und am Ende haben wir eine lange Liste, die wir dem Häuslebauer schicken werden.
Ich würde ja einige Sachen ganz rausnehmen und extern vergeben. Aber Stefan hat es lieber in einer Hand, weil sonst noch mehr Köche den Brei verderben können. Da hat er nicht unrecht. Aber so aus Prinzip …
Kellerbau
Stefan hat zwischenzeitlich den Kellerbauer angerufen. Der wusste zwar, dass er für uns einen Keller bauen soll, aber noch nicht wann. Damit der den Keller Ende März bauen kann, braucht er die Werkpläne und die Statik schon Ende Februar für seine Planung.
Der Keller muss dann zwei Wochen stehen, bevor das Haus daraufgesetzt werden kann. D.h. aber auch, wir müssen die Erdarbeiten Mitte März durchführen lassen und der Architekt muss sofort die Ausschreibung für den Tiefbauer machen. Die wollte er bisher nicht machen, weil es keinen genauen Termin für den Baubeginn gibt. Ich habe etwas Sorge, dass die Erdarbeiten nicht rechtzeitig gemacht werden können.
Keller zu niedrig
Kurz vor dem Bemusterungstermin erhielten wir die Nachricht, dass unser Keller zu niedrig für unsere Wärmepumpe mit kontrollierter Be- und Entlüftung wäre. Meine Güte, jetzt steht es schon Monate fest, welche Wärmepumpe wir haben wollen und was für einen Keller wir bauen.
Was bleibt uns anders übrig: Wir müssen den Keller höher bauen. Kostet natürlich, klar. Bei der Bemusterung konnten wir uns überzeugen, dass der Platz gebraucht wird. Aber das sollten die Fachleute eigentlich auch wissen und hätten uns das gleich sagen können.

Bemusterungstermin
Mittlerweile liegt unser Bemusterungstermin drei Wochen zurück und wir warten auf die Kostenaufstellung.
Ich muss sagen, ich war überrascht, wie ruhig und entspannt die zwei Tage verliefen. Wir wurden bestens mit Essen und Getränken versorgt. Und auch Ninja fühlte sich wohl, sie lag die meiste Zeit in ihrem Körbchen oder lief schnuppernd ein wenig herum. Es störte niemanden, denn wir waren allein im Haus.
Die Atmosphäre im neuen Bemusterungszentrum war sehr angenehm. Alle Muster waren übersichtlich angeordnet und es machte uns Spaß, uns die Sachen für unser Haus auszusuchen.
Natürlich ging es uns wie vielen anderen Häuslebauern auch, dass wir für einige Dinge einen Aufpreis zahlen mussten. Wir hatten zwar schon die Mehrwertausstattung gebucht, aber die reichte manchmal nicht.
Knapp zwei Tage verbrachten wir mit unserem Ausstattungsberater, der uns sehr gut beraten hatte und geduldig alles notierte, was wir uns aussuchten.
Einziges Manko an der Geschichte: Eine Übernachtung mussten wir bezahlen, die andere wurde von Fingerhut bezahlt. Ich denke, das könnte man auch anders handhaben. Es hinterlässt einen merkwürdigen Eindruck, zumal unsere Mithäuslebauer beide Nächte bezahlt bekamen.
Ein paar Tage später hielten wir ein über 40 Seiten starkes Bemusterungsprotokoll in unseren Händen. Wir fanden ein paar Unstimmigkeiten, aber die wurden schnell und kompetent aus dem Weg geräumt.
Eine Eins mit Sternchen für unseren Ausstattungsberater!
Persönlicher Erfahrungsaustausch
Vor kurzem haben Stefan und ich uns das Haus von A. und D. angeschaut, die nicht allzu weit von uns weg wohnen. A. hatte mein Blog gefunden und mir geschrieben, wie es bei ihnen gelaufen ist. Sie haben ein Ausbauhaus vom gleichen Hersteller und wollen in Kürze einziehen. Bis dahin haben sie noch viel zu tun. Leider wurde bei ihnen viel verzögert, so dass sie einen gehörigen Rückstand haben.
Ich fürchte, uns wird es auch so ergehen. Manches deckt sich mit den Erfahrungen von A.
Es ist tröstlich zu wissen, dass es einem nicht allein so geht. Wir können es nicht ändern, aber uns gegenseitig Mut zusprechen und zum Durchhalten motivieren. Am Ende zählen das Ergebnis und das Gefühl, das Richtige getan zu haben.
A. und D. haben es bald geschafft – wir haben immer noch eine grüne Wiese.